archive for the ‘essen’ category

#167

gänseleber & kaviar

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manchmal findet man tatsächlich interessante sachen im eigenen kühlschrank. in meinem momentanen fall soll hier nicht von schimmelkulturen die rede sein sondern von einer halben gastro-terrrine voller gänseleber und einem kilogramm beluga-kaviar. die vorgeschichte dazu ist, dass irgendein paar letzten freitag in der skybar hochzeit gefeiert und in der planung wohl etwas zu großzügig dimensioniert hat. mein mitbewohner thomas hat sich völlig korrekt gedacht, dass diese leckereien auch in unserem kühlschrank vergammeln können, sofern sich nicht doch jemand zum verzehr derselben bereit erklärt, und sie vom dachgeschoß des kaufhaus steffel in die lammgasse geschleppt.

der spannende teil der geschichte wird nun sein, was ich mit diesen rohstoffen anfangen soll. thomas hat gemeint, der kaviar aufs butterbrot ergebe ein gehaltvolles aber wohlschmeckendes frühstück. die leber kurz beidseitig anrösten und mit balsamico ablöschen, vielleicht früchte dazu und weißbrot oder ciabatta. hört sich eigentlich sehr machbar an - solange ich nicht daran denke, wieviel das ausgangsmaterial meiner experimente kostet.

#156

bzö

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heute hat für mich der gleiche mensch gekocht wie für die bzö-granden. das ist zwar jetzt nur eine vermutung, aber eine naheliegende: mein wohnungskollege thomas kocht derzeit in der sky bar im ersten bezirk. und genau dort gab heute das bzö anläßlich seines einjährigen bestehen eine pressekonferenz. was dort zum essen gereicht wurde weiß ich leider nicht. ich habe jedenfalls gerade die reste von einem scharfen chili verputzt, welches der chef de partie der sky bar vor seinem weg zur arbeitsstätte zubereitet hatte.
schöne fotos von dem polit-event — leider ohne thomas — gibts auf dem photoblog von matthias cremer.

#144

käsefondue

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gestern abend ging in unserer wg-internen veranstaltungsreihe “wir kochen füreinander” die dritte episodie unter dem titel “käsefondue” erfolgreich über den küchentisch. auch wenn dieses fondue als etwas heikel gilt, kann ich alle käsefreunde nur ermutigen es auch einmal ohne die fertigpackungen zu versuchen.
das rezept, das bei mir schon dreimal problemlos funktionierte, lautet für 4 personen folgendermaßen:

  1. man reibt einen topf (oder original eine hitzefeste keramikschüßel) mit einer knoblauchzehe ein. das gibt ein feines aroma.
  2. in dem topf einen halben liter weißwein erwärmen, aber nicht kochen lassen
  3. ein kilo käse (ich nehme eine hälfte vorarlberger bergkäse und eine emmentaler) in würfeln in den wein geben und unter ständigem rühren schmelzen. keine panik: das bindet sich nie gleich. man hat zuerst immer eine leuchtend gelbe flüßige phase und mattgelbe käsefäden darin.
  4. wenn vom käse keine klumpen mehr übrig sind, leert man ca 2 stamperl schnaps verührt mit speisestärke in den käse und plötzlich bindet alles schön ab. würzen tut man das ganze noch mit muskat und pfeffer.
  5. das lässt man jetzt kurz aufkochen ohne dabei zu rühren aufzuhören.
  6. jetzt braucht man nur noch so ein gestell mit kerze darunter, auf das dann der topf gestellt wird, während man sich das fondue mittels wahlweise weiß- oder schwarzbrotwürfel unter zuhilfenahme von diesen fonduespießchen und begleitet von sauergemüse zu leibe führt. bon appetit

ich habe den käse gestern am brunnenmarkt beim käseparadies (das ist der stand mit dem großen käseeck und der maus auf dem dach) gekauft. dort gibt es einen ganz passablen bergkäse zu einem guten preis. laut kochbuch reichen 600 gramm käse für 4 personen, gestern haben wir zu viert ein ganzes kilo verputzt ohne dass sich jemand dabei überfressen hätte. allerdings sind in unserer wohnung auch alle begnadetet esser.

#138

martinigansl

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seine wohnung mit einem koch zu teilen kann einem sehr zum kulinarischen vorteil gereichen.
so geschehen einmal mehr gestern: thomas hat für die ganze wg eine gans gebraten, dazu kartoffelknödel und rotkraut. eine kompakte lichbildliche dokumentation gibts bei meinen fotos.
ich habe bisher selten etwas delikates gegessen, dass mir derart vorzüglich geschmeckt hat!

#137

khebap

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gestern habe ich meinen ersten versuch gestartet teile der ghanaischen küche in europa zu reproduzieren. gleich zu beginn habe ich mich jedoch nicht an solch heikle angelegenheiten wie foufou oder banku gewagt sondern mit einem simplen beef-khebap gestartet.
in ghana bekommt man diesen khebap, holzspießchen mit fleisch über holzkohlen gegrillt, fast überall. in einfacheren etablissements meist mit ziegenfleisch, ziegenschwarte oder ziegenknorpel, in gehobeneren lokalitäten auch mit rindfleisch. das fleisch wird vor dem grillen in einem pulver gewälzt, welches dann auch zu den gegrillten spießen zum eintunken gereicht wird.
bei der reproduktion dieser scharfen köstlichkeit musste ich allerdings etwas improvisieren: erstens war mir die genaue beschaffenheit des besagten pulvers nicht bekannt und zweitens war es mir nicht möglich, holzspieße aufzutreiben.
mein versuch das pulver mit gestampften clever-erdnüssen und ghanaischem chili nachzubauen war zwar vom geschmacklichem aspekt recht erfolgreich war - es war so scharf, dass man soweiso nichts mehr schmeckt - allerdings ließ die konsistenz etwas zu wünschen übrig. das nächste mal werde ich selbst rohe erdnüsse ohne fett rösten, auf dass es nicht wieder so eine klebrige angelegenheit wird.
das problem mit den spießen, in wien kann man ja nicht einfach in den garten gehen und sich von der nächsten haselstaude ein paar zweige abschneiden, löste ich, indem das fleisch nicht auf spießen sondern einfach auf einer platte gegrillt wurde. gegrillt wurde auch im backofen bei oberhitze und nicht über kohlen.
das ergebnis war durchaus passabel und wenn auch nicht authentisch ghanaisch so zumindest doch etwas exotisch.

#107

schwanger?

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irgendwie steigt in mir derzeit der verdacht auf, dass ich schwanger bin. ich futtere wie ein mähdrescher, zum beispiel heute mittag ein gutes halbes kilo bratkartoffeln deluxe und jetzt zu abend ein viertel laib brot und habe trotzdem konstant hunger. auch nachdem ich unlängst vor dem schlafengehen zwei portionen schokomousse verputzt habe bin ich am morgen darauf wieder mit knurrendem magen erwacht. obendrein sitz ich unibedingt fast den ganzen tag vor dem computer, sprich null körperliche betätigung.
wenn es vom biologischen her nicht kategorisch auszuschließen wäre, würde ich mir wirklich sorgen machen, wieso ich derzeit für zwei esse.

#106

süße überraschung

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ich kann es allgemein nur empfehlen die wohnung mit einem koch zu teilen. es hat zwar den nachteil, dass man einen solchen dort nicht allzu oft antrifft, da dir küche ständig ruft, doch wenn er diese dann einmal verlässt, nimmt er ab und an was gutes (wenn die sachen nicht wie gewünscht geworden sind) oder sehr gutes (wenn zuviel gemacht wurde) mit. so sind zum beispiel letztes wochenende marzipannockerl angefallen, ein dessert so exquisit, dass es nicht einmal google (siehe link) kennt.
Free Image Hosting at www.ImageShack.us letzte nacht wurde ich noch mit einem weißen schokomousse mit nougat beglückt. aufmerksame leser erinnern sich vielleicht, dass es schon einmal etwas ähnliches gegeben hat, doch diesmal war es von konsistenz (cremiger), geschmack (besser) und form (in kleinen formen) anders beschaffen. der geschätzte brennwert pro portion entsprach zwar in etwa einem kleinen erdölfeld, man darf wohl mit recht von kalorischen atombomben sprechen, aber so ist das halt mit den guten sachen.
ein dreifaches hoch auf den chef de partie!

#101

grillerei am schafsberg

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grillereider natur des menschen entspricht es anscheinend, gerade dann, wenn ohnehin schon unerträgliche außentemperaturen vorherrschen, feuer zu entfachen, um sich schließlich über der glut berge von fleisch zu garen.
und weil auch meine studienkollegen und ich nur menschen sind, folgten wir dem ruf der natur bis auf den schafsberg hoch über den dächern wiens um uns dort ordentlich einzuräuchern. herrlich war es!
fotos hier.

#97

inzersdorfer

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Free Image Hosting at www.ImageShack.us irgendwie war ich mir unsicher ob man den slogan der aktuellen inzersdorfer-kampagne (siehe bild) als geniales wortspiel oder als peinlichen tippfehler der werbeagentur betrachten soll.
nachdem ich gestern abend aus gründen, die ich jetzt nicht näher erläutern will, ungefähr 30 minuten zeit hatte, mir ein abendmahl zuleibe zu führen und ich aus gründen der hohen wiederholfrequenz in der jüngeren vergangenheit nicht zu kassem gehen wollte, beschloß ich die sache (also inzersdorfer fertiggerichte) am eigenen magen zu testen. ich entschied mich für eine dose kartoffelgulasch für wohlfeile 1,99 euro. den ersten schrecken olfaktorischer natur erlitt ich beim öffnen der dose, welche praktischerweise ohne dosenöffner zu öffnen war, was ebendiesen vor ebenjenem geruch bewahrte.
doch nach dem erwärmen musste ich zu meinem erstaunen feststellen, dass dieses dosengulasch geschmacklich wesentlich mehr mit einem gulasch zu tun hat als etwa eine tiefkühlpizza mit einer pizza.
auch meine bisherige vorstellung, dass inzersdorfer gerichte nur von älteren junggesellen zipferbiertrinkend vor dem fernseher nach einem harten tag auf der baustelle konsumiert werden, musste ich revidieren, denn schließlich bin ich kein älterer zipferbiertrinkender junggeselle der hart arbeitet, obendrein auf einer baustelle. das trifft nicht nur in dieser kombination nicht auf mich zu, vielmehr weder noch, noch, noch.
meines erachtens sind diese dosen definitiv eine alternative zu diversen anderen sachen, die man - im zuge einer ausgewogenen ernährung - nicht essen sollte.

#83

kasseem’s

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heute nachmittag wollte ich mir, von hunger getrieben, schnell einen kebap holen. mein bruder hat mir nämlich schon öfters von kasseem beim uni-campus erzählt, welcher angeblich recht gutes fleisch vom spieß feilbietet. und da das nur zwei steinwürfe von meiner neuen wohnung entfernt ist wollte ich eben diesen kebapladen testen. doch es sollte anders kommen. read the rest of this entry »