khebap
1131017245gestern habe ich meinen ersten versuch gestartet teile der ghanaischen küche in europa zu reproduzieren. gleich zu beginn habe ich mich jedoch nicht an solch heikle angelegenheiten wie foufou oder banku gewagt sondern mit einem simplen beef-khebap gestartet.
in ghana bekommt man diesen khebap, holzspießchen mit fleisch über holzkohlen gegrillt, fast überall. in einfacheren etablissements meist mit ziegenfleisch, ziegenschwarte oder ziegenknorpel, in gehobeneren lokalitäten auch mit rindfleisch. das fleisch wird vor dem grillen in einem pulver gewälzt, welches dann auch zu den gegrillten spießen zum eintunken gereicht wird.
bei der reproduktion dieser scharfen köstlichkeit musste ich allerdings etwas improvisieren: erstens war mir die genaue beschaffenheit des besagten pulvers nicht bekannt und zweitens war es mir nicht möglich, holzspieße aufzutreiben.
mein versuch das pulver mit gestampften clever-erdnüssen und ghanaischem chili nachzubauen war zwar vom geschmacklichem aspekt recht erfolgreich war – es war so scharf, dass man soweiso nichts mehr schmeckt – allerdings ließ die konsistenz etwas zu wünschen übrig. das nächste mal werde ich selbst rohe erdnüsse ohne fett rösten, auf dass es nicht wieder so eine klebrige angelegenheit wird.
das problem mit den spießen, in wien kann man ja nicht einfach in den garten gehen und sich von der nächsten haselstaude ein paar zweige abschneiden, löste ich, indem das fleisch nicht auf spießen sondern einfach auf einer platte gegrillt wurde. gegrillt wurde auch im backofen bei oberhitze und nicht über kohlen.
das ergebnis war durchaus passabel und wenn auch nicht authentisch ghanaisch so zumindest doch etwas exotisch.