freitag, 26. 8. 2005, 21:09
heute vormittag war ein kleinbus voll mit deutschen da, die in koforidua ein praktikum machen. das heißt, die zahlen gutes geld dafür, dass sie nach ghana fliegen dürfen um dann wände zu streichen und unkraut zu jäten. zuerst hab ich mir auch gedacht, was sich wohl jeder denkt, der meine einleitenden sätze liest, aber im nachhinein, gestehe ich dem ganzen auch seine legitimität zu. natürlich, entwicklungshilfe ist das keine, aber immerhin besser als cluburlaub in einem entwicklungsland.
am nachmittag bin ich mit toni nach namidia zum einkaufen gefahren. seine hauptmission waren einige packungen multivitaminsaft (auf der valley view herrscht alkoholverbot), meine war es handtücher zu kaufen. ich hatte nämlich nicht bedacht, dass das eine, welches ich mitgenommen hatte schon nach drei tagen gewaltig zum stinken anfängt, da das tropische klima hervorragend für die vermehrung von bestialisch stinkenden, in handtüchern lebenden bakterien geeignet ist. der gestank kommt übrigens ganz sicher nicht von mir, sondern vom tropischen klima.
bis jetzt war ich dann noch mit toni im hill top, einem netten gartenlokal in dem dorf, wo ich derzeit einquartiert bin. ein bier, welches hier übrigens stolze 600 kubikmillimeter misst, kostet 7500 cedis, also ungefär 80 eurocent, wenn man das trinkgeld beim umrechnen schon berücksichtigt.
morgen vormittag ist kirchgang angesagt. bei den sieben-tage-adventisten geht der sabbath, welcher anstelle des sonntags der heilige tag der woche ist von freitag sonnenuntergang bis samstag sonnenuntergang und gipfelt in dem samstags mittag abgehaltenen zweistündigen gottesdienst.
ps. ich poste immer zeitversetzt, da ich in meinem zimmer, wo ich im moment diese zeilen tippe, keinen internetzugang habe. d.h. ich werde diese zeilen erst morgen, samstag, ins internet stellen.
pps. ich hab es geschafft, vier fotos online zu stellen