archive for 10. 2005

#136

jagdglück

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schon seit einigen wochen bekommen wir in unserer wohnung immer wieder besuch von putzigen, pelzigen schädlingen.
feldziegen wären mir lieber, außerdem hätten sie eine lustige lautspielerei ermöglicht. leider gibt es keine feldziegen und es sind mäuse, die bei uns auf futtersuche gehen.
bisher hatten wir deren zwei gefangen (eine verirrte sich in die badewanne, eine in eine mäusefalle) und ein vom vermieter geschickter kammerjäger installierte zwei “mäuseboxen”, deren erfolg man allerdings nicht unmittelbar messen kann, da sie (die boxen) mit einem giftigen köder arbeiten.
durch ein waghalsiges manöver ist es mir heute abend gelungen, einer maus, die sich in mein zimmer verirrt hatte, habhaft zu werden. nachdem ich sie vorerst in der badewanne fixiert hatte, beriet ich mich mit lasse, einem meiner wohnungskollegen, wie wir nun weiter verfahren sollten. lasse war langweiligerweise für eine humane lösung. so beschloßen wir schließlich der maus eine vorratsdose zum hineinklettern in die wanne zu legen, was diese auch begeistert annahm (wie man hier sehen kann), diese zu verschließen und dann in ausreichender entfernung zur wohnung wieder zu öffnen.
und wenn alles gut geht, dann wird heute nacht nicht mehr eines unserer lan-kabeln angeknabbert sondern das von gio hahn. ich habe der maus nämlich unmittelbar vor der övp-zentrale ihre freiheit wiedergegeben.

#135

ordnug und musik

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nachdem ich nun durch technisches nachrüsten auch wieder musik hören kann, die nicht vom computer über die im monitor eingebauten lautsprecher schallt, habe ich mich entschloßen meinen derzeitigen cd-bestand wieder zu ordnen. als system habe ich “alphabetisch, nach bands” gewählt. eine sehr klassische sortierungsmethode. schöner im regal, aber unpraktischer wäre etwa “nach farbe des rückens”.
das spaßige daran ist, dass man beim auslegen sehr schön sehen kann, mit welchen initialen man viele bevorzugte bands hat. in meinem fall ist “b” der spitzenreiter (früher waren mal die beatles und danach blur meine lieblingsbands), gefolgt von “s”, was nachvollziehbar ist, zumal es ganz einfach ein sehr häufiger buchstabe ist. außerdem gibts zwei bands, deren namen jeweils mit “super” beginnt und die ich durchaus schätze.
erstaunlich stark war “w”. der grund liegt hier bei meiner faible für wilco und ween.
die graphische aufbereitung kann man hier studieren: foto

#134

wundersame reparatur

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ich glaube (obwohl ich mich selber immer gerne als agnostiker bezeichne) es ist ein allgemein bekanntes phänomen, dass krankheitssymptome verschwinden sobald man beim arzt im wartezimmer sitzt, dass mopeds wieder anspringen sowie man sie zum mechaniker geschoben hat, dass waschmaschinen wieder wasser abpumpen können, sobald der fachmann vor der tür steht. kurzum: die bloße anwesenheit von fachkräften macht dinge wieder funktionieren. ich selbst besitz übrigens auch so eine kraft. ich kann dem mac meines vaters gute manieren durch einen strengen blick lehren. aber darum geht es diesmal nicht.
vielmehr darum, dass ich mir am donnerstag, also vorgestern, nach sehr langem zögern nun doch neue lautsprecher gekauft habe. und zwar diese hier. weil ich deswegen schon so ewig herum getan habe, war ich dann beim kauf ziemlich kurzentschlossen und habe sie im geschäft nicht mehr angetestet, was ich dann nachdem ich den riesigen karton heimgeschleppt hatte, bitter bereute: der subwoofer gab ein konstantes rauschen von sich. meiner meinung nach klang es in etwa wie sehr weit entferntes donnergrollen, eva verglich es mit feuer (allerdings mehr gasbrenner als lagerfeuer).
mit was auch immer man es vergleichen mag, ein solches störgeräusch hat bei einem lautsprechersystem, dass schon studioequippment geschimpft wird nichts verloren. deswegen habe ich heute die drei lautsprecher wieder zurück zum ort des kaufes gebracht, welchen ich nebenbei allen am erwerb von studio- und dj-ausrüstung interessierten nur empfehlen kann. nämlich das friendly house auf der favoritner straße.
dort angelangt, hat der dem namen seines geschäftes alle ehre machende inhaber oliver das rauschen zwar zuerst noch bestätigen können, allerdings aber auch sehr schnell wegzaubern können. ja, genau. er hat nur einmal laut, einmal leise gedreht. den cd-player einmal dort, einmal hier angesteckt und es war kein rauschen mehr auszumachen.
was mich bei dieser ganzen sache etwas stutzig macht: ich habe das sytem jetzt wieder in meine wohnung geschleppt und - es funktioniert noch immer tadellos.

#133

die unmöglichkeit zu schreiben

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seit dem ich wieder im kalten europa bin, plagt es mich, diese seite hier mit neuen inhalten zu versorgen. meistens sitze ich den ganzen tag in meinem zimmer und habe demzufolge relativ wenig berichtenswertes zu verkünden und wenn ich es doch einmal schaffe vor die tür zu gehen erscheinen mir meine kleinen erlebnisse auch nicht so aufregend, als dass ich hier darüber schreiben müsste.
z.b. war ich gestern den ganzen nachmittag unterwegs, weil ich mir, da meine alte stereoanlage nicht mehr so recht funktioniert, aktiv-lautsprecher kaufen wollte. der freundliche verkäufer, bzw. in meinem fall berater, im musikgeschäft friendly house - so ein namen verpflichtet - hat mir dann aber erklärt, dass meine idee, mir studio-monitore ins zimmer zu stellen, wegen linearer klangabbildung und so nicht gut wäre.
wie gesagt: keine sonderlich tolle geschichte.
gestern abend war ich im kino, der neue wallace & gromit. war recht nett, aber wer sich dafür interessiert hat eh schon vor einer woche in der zeitung seines vertrauens eine gründlichere rezension gelesen, als ich sie hier abzuliefern gewillt bin. also auch nichts zum darüber-schreiben.
fototechnisch kann ich auch nicht recht viel bieten. variante a) ist, dass ich die kamera dabei habe, aber nix sehe, was es abzulichten wert wäre. b) ist das gegenstück, nämlich ohne apparat was tolles entdecken. so geschehen gestern abend, wo ich auf der margaretenstraße die fantastische auslage eines modegeschäftes sichtete. variante c) ist dann, dass es tatsächlich zum schnappschuß kommt, dieser aber wegen den widrigen lichtverhältnissen des wiener herbstes und meinem gezitter eher abstrakt in bytes festgehalten wird. bytes sind für sich natürlich immer abstrakt, aber bei mir gilt das dann auch für ihre gesamtheit als bild.
manchmal würde ich auch ganz gern über die ab- und wegigkeiten der welt im allgemeinen und meines lebens im speziellen schreiben, doch nur selten, bzw. derzeit nie, erreichen meine gedanken bei solchen gängen ein solches grad an fassbarkeit, als dass ich sie in worte gemantelt hier für die öffentlichkeit verständlich zugänglich machen könnte. deswegen lass ich es gleich bleiben. ist auch nicht so anstrengend für alle beteiligten.
wer trotzdem etwas lesen will kann ja auf diverse alternativen ausweichen. hier ist zum beispiel eine: project gutenberg. das war vor ein paar jahren noch eine der ganz großen vorzeige-seiten, wenn journalisten erklären wollten, wie toll der unbegrenzte informationsfluss im internet nicht sei. hat aber anscheinend in den letzten jahren etwas an popularität eingebußt.
derzeit gilt ja nur noch das als schick, wo jeder mensch selbst als autor in erscheinung treten darf. siehe diverse wikis oder weblogs.
und dann kommt sowas wie hier heraus. traurig.

#132

rückkehr

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das akklimatisieren bei meiner rückkehr ins herbstliche wien habe ich etwas übertrieben und mich gleich einmal verkühlt. meinem körper kann ich seine schlechte verfassung aber auch nicht wirklich verdenken zumal ich nach einem gewichtsverlust von 7 kilogramm in 7 wochen nun beim profiboxen in der super-bantamklasse antreten dürfte. aber ich glaube, ich könnte mich ohnehin nur beim amateurboxen zum kampf stellen und auch das währe ob meiner derzeitigen konstitution wohl nur ein kurzer spaß für meinen gegner. beim amateurboxen gibts übrigens andere gewichtsklassen: da wäre ich noch bei den leichtgewichtern.
mein rückflug war eher unspektakulär, so wie flüge im allgemeinen sind. allerdings wäre ich beinahe in den genuss italienischer folklore gekommen. das bodenpersonal der alitalia frönte samstags von 12 bis 16 uhr der schönen tradition des streikens. mein flug nach wien, und damit ich, war davon glücklicherweise noch nicht betroffen.

#131

abschied

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und schon sind sechs wochen vorbei. heute abend starte ich mit alitalia richtung mailand von wo es dann morgen früh in die heimat geht.
gestern war ich nochmal mit esther in dem markt viertel von accra, dessen kern als makola market bezeichnet wird. neben verschiedenen nüssen (kola-, erd-, und tiger-) hab ich eine prächtige ghanaische machete der marke “crocodile”, eine mittelgroße trommel sowie diverse kleinigkeiten erstanden.
der abschied ist wie abschiede halt einmal sind: ein lachendes und ein weinendes auge. nein, ich habe keine augenentzündung, das war jetzt bildlich geschrieben.

#130

urlaub in cape coast

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nachdem sich mein körper wieder halbwegs erholt hatte, bin ich am samstag ohne große vorplanung nach cape coast gefahren. die reise hat auch gut funktioniert und dort habe ich im sammo guest house ein sehr billiges zimmer mit angepasstem preis-/leistungsverhältnis bekommen. mit anderen worten: die matratze sollte man nicht als solche bezeichnen dürfen und das leintuch hätte auch vor längerer zeit einmal gewechselt werden können. aber solche kleinigkeiten sollen einen nicht aufhalten.
am sonntag habe ich mich nochmal einige kilometer weiter in den westen gewagt und einen geruhsammen tag am strand von kormenda, das glücklicherweise noch nicht touristisch erschloßen ist, verbracht.
mit leichtem sonnenbrand und cosmos, meinem neuen besten freund aus kormenda, bin ich gestern in den kakum nationalpark gefahren um in schwindelerregender höhe zwischen gigantischen bäumen spazieren zu gehen. am rückweg haben wir noch einen zwischenstopp im idyllischen hans cottage botel eingelegt, wo man bier trinken und krokodile beobachten auf sehr angenehme art kombinieren kann.