#141
kassapsychologie
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zeig mir deine einkaufstüte, und ich sage dir, wer du bist!
wohl jeder treibt so seine kleinen sozialstudien an der kasse des supermarktes seines vertrauens. da gibt es die ja! natürlich käuferin, bei der sich karotten zwischen fettarmen joghurt und reiswaffeln tummeln, den handwerker mit wojnars gabelbissen und schartner, den preisbewußten mit der 1kg packung spaghetti und dosentomaten, den eilige unkreative mit der fertigpizza und irgendwo steh ich, mit meinen berner würstel, zwei flaschen samson (das billige budweiser bier) und der befürchtung, dass alle menschen um mich herum, ganz falsche schlüsse über meine essgewohnheiten, meine ängste, hoffnungen und meine großen und kleinen neurosen sowie über mich im allgemeinen ziehen könnten.
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posted on 28. 11. 2005, 19:10 in alltag
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#140
konstruktion
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da ich derzeit für meine verhältnisse sehr viel zeit aufwende um mich für eine prüfung vorzubereiten, konstruktion um den unhold beim namen zu nennen, und sich auf meinem schreibtisch nicht die großen dramen abspielen, es sei denn ich schaue mir einen film am computer an, gibt es relativ wenig über was ich hier berichten könnte, außer dass es eben nichts zu berichten gibt, was ich gerade gemacht habe.
ende november ist mein kampf mit stahl und beton hoffentlich ausgestanden und ich kann hier wieder erfreulichere sachen schreiben.
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posted on 21. 11. 2005, 11:45 in alltag, uni
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#139
campylobacter
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nachdem mein darm seit meinem aufenthalt in den tropen von zeit zu zeit interessante materialien von sich gab, begab ich mich in die obhut meines hausarztes, dessen namen ich hier nicht nennen möchte. da seines erachtens eine untersuchung des stuhls zu zeitaufwändig sei, verschrieb er mir kurzerhand das antibiotikum ciproflocxacin. der erfolg dieser kur war nur temporär.
ich bin nun in wien zu einer anderen ärztin gegangen, welche bei der diagnose etwas vorsichtiger war und mich in ein medizinisches labor überwies, zu welchem ich im laufe der letzten woche täglich meine scheiße tragen durfte.
es ist übrigens ein etwas ungewöhnliches gefühl seine scheiße in kleine glasröhrchen zu schaufeln und dann mit diesem körperwarmen gebinde durch die stadt zu wandern.
beim abholen der befunde war ich heute morgen etwas nervös: was, wenn ich gar nichts habe? stehe ich dann nicht als medizinisches würstchen vor meiner ärztin?
doch zu meiner erleichterung wurden in zwei der drei proben campylobacter gesichtet. dieser bacter ist zwar einer der gewöhnlichsten erreger von durchfallerkrankungen, aber besser als mit leeren händen, bzw. darmwindungen.
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posted on 14. 11. 2005, 17:32 in alltag, ghana
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#138
martinigansl
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seine wohnung mit einem koch zu teilen kann einem sehr zum kulinarischen vorteil gereichen.
so geschehen einmal mehr gestern: thomas hat für die ganze wg eine gans gebraten, dazu kartoffelknödel und rotkraut. eine kompakte lichbildliche dokumentation gibts bei meinen fotos.
ich habe bisher selten etwas delikates gegessen, dass mir derart vorzüglich geschmeckt hat!
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posted on 4. 11. 2005, 13:08 in essen, wohnung
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#137
khebap
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gestern habe ich meinen ersten versuch gestartet teile der ghanaischen küche in europa zu reproduzieren. gleich zu beginn habe ich mich jedoch nicht an solch heikle angelegenheiten wie foufou oder banku gewagt sondern mit einem simplen beef-khebap gestartet.
in ghana bekommt man diesen khebap, holzspießchen mit fleisch über holzkohlen gegrillt, fast überall. in einfacheren etablissements meist mit ziegenfleisch, ziegenschwarte oder ziegenknorpel, in gehobeneren lokalitäten auch mit rindfleisch. das fleisch wird vor dem grillen in einem pulver gewälzt, welches dann auch zu den gegrillten spießen zum eintunken gereicht wird.
bei der reproduktion dieser scharfen köstlichkeit musste ich allerdings etwas improvisieren: erstens war mir die genaue beschaffenheit des besagten pulvers nicht bekannt und zweitens war es mir nicht möglich, holzspieße aufzutreiben.
mein versuch das pulver mit gestampften clever-erdnüssen und ghanaischem chili nachzubauen war zwar vom geschmacklichem aspekt recht erfolgreich war - es war so scharf, dass man soweiso nichts mehr schmeckt - allerdings ließ die konsistenz etwas zu wünschen übrig. das nächste mal werde ich selbst rohe erdnüsse ohne fett rösten, auf dass es nicht wieder so eine klebrige angelegenheit wird.
das problem mit den spießen, in wien kann man ja nicht einfach in den garten gehen und sich von der nächsten haselstaude ein paar zweige abschneiden, löste ich, indem das fleisch nicht auf spießen sondern einfach auf einer platte gegrillt wurde. gegrillt wurde auch im backofen bei oberhitze und nicht über kohlen.
das ergebnis war durchaus passabel und wenn auch nicht authentisch ghanaisch so zumindest doch etwas exotisch.
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posted on 3. 11. 2005, 11:27 in essen, ghana
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