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1168275754unerhört was einem im internet heutzutage alles unterstellt wird:

unerhört was einem im internet heutzutage alles unterstellt wird:

veränderungen haben es an sich entweder schleichend oder geballt aufzutreten. wg-mäßig sind sie momentan massiert am hervortreten. das heißt mit jahresbeginn wurde die hälfte der mitbewohner gewechselt, bzw. hat sich selbst gewechselt. der eine bisherige fährt erst einmal länger auf urlaub, thailand wenn ich mich recht entsinne, um dann in einem anderen aber derzeit noch nicht genauer definierten winkel der erde seiner profession nachzugehen, welche im volkslied als eine eierstehlende möpse zerschlagende besungen wird. der andere macht sich ein gemütliches auslandssemester im zu dieser jahreszeit meist finsteren island.
jetzt gilt es gespannt abwarten was die neuen bringen. der eine ist noch auf urlaub, der andere seit zwei tagen eifrig am zimmer renovieren.
gestern abend habe ich bei einem meiner seltenen vorstöße ins reich der television festgestellt, dass für mich als gelegenheitsschauer während werbeblöcken herumzuzappen völlig unssinig ist, zumal das programm der alternativsender - im gestrigen fall orf2, atv und vox - zumeist geringeren unterhaltungswert aufweist und durchaus schlechter produziert ist als die werbespots. natürlich gibt es auch werbungen wie für shampoo oder zahnbürsten, die, wenngleich hier laufend neue wisenschaftliche durchbrüche der haar- und mundpflege angekündigt werden, formal seit geraumer zeit gleich aufgebaut sind und daher inzwischen sogar mich langweilen.
darüberhinaus wage ich die sinnhaftigkeit des umschalten während einer werbepause generell in frage zu stellen, denn entweder man findet tatsächlich etwas interessantes, von dem man 3 minuten anschauen kann bevor man vor die entscheidung gestellt wird, ob man nun dieser sendung oder der ursprünglichen weiter beiwohnen will, oder eben nicht und man hätte sich die daumenübung gleich sparen können.
davon abgesehen ist das konzept des fernsehens ja prinzipiell abzulehnen. viel besser ist es einen guten weblog, wie beispielsweise diesen hier, zur hand zu nehmen und darin zu lesen.
auch wenn die landläufigen meinung in großstädten lebe es sich einigermaßen anonym so falsch nicht ist, gibt es immer wieder erfeuliche ausnahmen. so zum beispiel der für mein grätzel zuständige postzusteller. das erste mal wie er mich quer über die straße gegrüßt hat, war ich noch etwas irritiert und bin ersteinmal davon ausgegangen dass er wohl jemanden anderen gemeint hat. inzwischen ist es jedoch evident, dass er mich wirklich kennt da er bei jeder gelegenheit grüßt. einmal habe ich ihn, er heißt übrigens david, gefragt, wo man die “bitte keine werbung”-kleber für die postkästen herbekommt, bzw. ob er solche bei sich hat. seither bekommen wir keine unadressierten postwurfsendungen mehr, obwohl wir nach wir vor keinen derartigen sticker appliziert haben.
heute hat er mir nach der aushändigung eines RSb-Briefes nicht nur einen schönen feiertag im voraus gewünscht sondern mit einem augenzwinkern eine kleine ermahnung nachgeschickt: “… und schön brav sein.” wie auch immer.
ich glaube zu weihnachten stell ich ihm ein bier in unser fach des postkasten.
neben kochen und essen ist meiner ansicht nach eine der schönsten tätigkeiten, die man in küchen ausüben kann, die front des kühlschrankes mit magnetbuchstaben zu betexten. knapp gefolgt von abwaschen und müll runterbringen.
um diesem literarisch-physikalischem zeitvertreib nachzugehen sind zwei dinge unumgänglich. einerseits die mit magnetischer kraft gesegneten buchstaben, die in keinem gepflegtem haushalt, wie der unsrige nebenbei bemerkt einer ist, fehlen sollten und andererseits, der heikle punkt, eine ebene blecherne fläche die als haftfläche dient. unglücklicherweise sind in den billigen einbauküchen, die meiner einer als kochstätte dienen, die kühlschrankvorderseiten, die sonst für diese aufgabe bestens geeignet sind, meist mit irgendwelchen nicht-magnetischen platten verkleidet, was der haftung der buchstaben und damit der haltbarkeit des textes wenig zuträglich ist.
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um dieses problem nun in unseren vier wänden (metaphorisch gesprochen, in wirklichkeit sind es ein paar mehr und diese sind nur gemietet) zu lösen, haben wir, das heißt zimmer-nebenan-bewohner emu und ich, heute ein blech im handlichen format a4 mithilfe von duck-tape (manchmal auch duct-tape oder dark-tape geschrieben, zu deutsch gewebeband) professionell auf der verkleidung der kühlschranktür montiert in der hoffnung, dass sich dadurch der wg-interne informationsfluss erheblich verbessert.
vor gut eienr woche war in verschiedenen österreichischen periodika zu lesen, metereologen hätten verkündet es würde sich in den folgenden zwei wochen herausstellen ob es dieses jahr noch etwas werden würde mit einem sogenannten jahrhundertsommen. wie es den anschein hat, war diese prognose durchaus korrekt und man kann inzwischen mit relativ großer gewissheit davon ausgehen, dass der sommer 2003 nicht auf die ränge verwiesen wird.
um dem kalten klima auszuweichen, welches diesen neuen rekord vereitelt hat, werde ich mich für den rest dieses augustes, der nicht gewillt war den österrechischen wetterkundlern weiterhin erhöhte medienpräsenz zu bescheren, nach süd-westeuropa verabschieden um die dortigen bahnhöfe kennen zu lernen.
manchmal findet man tatsächlich interessante sachen im eigenen kühlschrank. in meinem momentanen fall soll hier nicht von schimmelkulturen die rede sein sondern von einer halben gastro-terrrine voller gänseleber und einem kilogramm beluga-kaviar. die vorgeschichte dazu ist, dass irgendein paar letzten freitag in der skybar hochzeit gefeiert und in der planung wohl etwas zu großzügig dimensioniert hat. mein mitbewohner thomas hat sich völlig korrekt gedacht, dass diese leckereien auch in unserem kühlschrank vergammeln können, sofern sich nicht doch jemand zum verzehr derselben bereit erklärt, und sie vom dachgeschoß des kaufhaus steffel in die lammgasse geschleppt.
der spannende teil der geschichte wird nun sein, was ich mit diesen rohstoffen anfangen soll. thomas hat gemeint, der kaviar aufs butterbrot ergebe ein gehaltvolles aber wohlschmeckendes frühstück. die leber kurz beidseitig anrösten und mit balsamico ablöschen, vielleicht früchte dazu und weißbrot oder ciabatta. hört sich eigentlich sehr machbar an - solange ich nicht daran denke, wieviel das ausgangsmaterial meiner experimente kostet.
treue besucher mit einem hervorragenden gedächtnis mögen sich vielleicht daran erinnern dass ich im oktober des letzten jahres kleine unannehmlichkeiten mit dem subwoofer meines aktiven lautsprechersystems hatte. vor gut einer woche trat das problem des konstanten rauschens plötzlich wieder auf und zwar ganz und gar nicht dezent. da ich gestern die letzte große prüfung in diesem semester absolviert hatte war mein plan die wiedergewonnene freizeit dazu zu nützen, den schwarzen würfel heute zum musikfachgeschäft meines vertrauens zu wuchten.
doch siehe da, bei meinem letzten versuch ob das störgeräusch nur von einer brummschleife durch mangelnde oder fehlende erdung des stromkreislaufes in meinem gemach hervorgerufen wird zeigte sich, dass dies augen- bzw. ohrenscheinlich so ist. kaum steckt man das gerät in einer steckdose in der küche an: kein rauschen mehr.
also wieder zurück in die eigenen vier wände (eigentlich sind es acht, das zimmer ist bei strenger betrachtung ein unregelmäßiges oktogon) und zu meiner allergrößten verwunderung/freude/verärgerung/ratlosigkeit funkioniert der subwoofer auch hier wieder einwandfrei.
eigentlich war meine motivation beim kauf ja, keinen ärger mehr mit stereo-equipment zu haben.
nachtrag: ich geh schnell einkaufen, betrete mein zimmer und was brummt da friedlich unter meinem schreibtisch vor sich hin? falsch, es ist nicht bruno der bär. zum aus-der-haut-fahren!
am gestrigen abend wurde mir relativ kurzfristig gewahr, dass das programm des alljährlichen linzfestes in der aktuellen auflage einige punkte von für mich hohem interessensgrad aufweist. um konkret zu werden - es war 18:35 und die goldenen zitronen für 18:30 angekündigt. in der folge sollten sich noch keine geringeren als die hidden cameras und die sterne die ehre geben.
also flink ins auto gesprungen, rasch getankt, guten parkplatz (direkt beim lentos!) erwischt, hastig weiter zum posthof (wegen schlechtem wetter wurde das programm dorthin verlegt) und dann verdutzt vor - oder korrekter hinter - einer großen menschenansammlung gestanden. das haus war voll, ein- und ausgehende menschen mussten sich die waage halten.
ich wurde etwas nervös, es war bereits acht uhr, und die zitronen waren mir schon gewissermaßen ein dringendes anliegen. doch ich besann mich auf die tugend früherer tage und darauf, dass auch der posthof nicht nur eine tür hat. im ersten anlauf hinterrücks vorzudringen landete ich zwar wieder im ohnehin zugänglichen voyer doch schon der zweite versuch war von erfolg gekrönt. zielstrebig die richtige - unabgesperrte - tür erwischt, an den wartenden samaritern vorbei, immer dem lärm nach zur bühne, den crowd-surfer-in die-menge-zurückschmeißer-typen freundlich zugenickt und ungelenk über die absperrung geklettert.
so einfach geht das, und man befindet sich ganz nebenbei am richtigen ende des saales.
die konzerte waren dann auch alle sehr gut.